AKRA - Mitarbeiter Jan Christian Krause präsentiert Forschungsergebnisse auf Konferenz SETP-10

News 2010-07-07 17:04:38 AKRA GmbH
In vielen Software-Projekten wird die Dokumentation von Schnittstellen stark vernachlässigt. Dabei ist sie, vor allem in Zeiten zunehmender Systemintegration, ein wichtiger Faktor für den Erfolg komplexer Projekte. AKRA-Mitarbeiter Jan Christian Krause, Doktorand am Dep. Informatik der Universität Hamburg, präsentiert auf der International Conference on Software Engineering Theory and Practice 2010, die vom 12.07. bis zum 14.07.2010 in Orlando (Florida, USA) stattfindet, einen neuen Ansatz zur Vereinfachung und Vereinheitlichung von Schnittstellen-Dokumentation am Beispiel von Web Services (WS).
Bisherige Ansätze zur WS-Dokumentation (WSDL-<documentation>, WSDL-S, OWL-S, etc.) umfassen die öffentlich sichtbaren Elemente der Service-Schnittstelle und ihrer Operationen (z.B. Rückgabewerte, Parameter, Ausnahmen, etc.), sowie eine allgemeine textuelle Beschreibung, ein Ablaufdiagramm oder eine Kategorisierung der Service-Art (z.B. Beschaffung > Beschaffung von Büromaterial > Bestellung von Druckertinte). Jan Christian Krause hat dieses Schema um die zwei nicht explizit genannten Element-Typen Ressource (genutztes Betriebsmittel, z.B. Datenbank) und Strategie (implementierte Verhaltensweise, z.B. Formel zur Berechnung eines Preises) ergänzt. Diese Angaben erleichtern das Verständnis einer Operation durch Beantwortung von Fragen wie z.B.

- Woher stammen die durchsuchten Datensätze (technisch und fachlich)?

- Wie wird der gelieferte Wert berechnet (z.B. ein Preis)?

- Anhand welcher Parameter wird die Ergebnismenge gefiltert?

- Wie sind die gelieferten Datensätze sortiert?

Die Existenz dieser Elemente leitet sich gemäß des linguistischen Konzeptes der thematischen Rollen aus dem Verb des Bezeichners der jeweiligen Schnittstellen-Operation ab.